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Es gibt sie: Die Leute, die gegen den gängigen Fokus auf ausschließlich weiblicher Sicht in Kommentaren, politischen Forderungen und politisch korrekten Sprech in  Debatten anschreiben. Hier einfach ein paar Beispiele - macht euch selbst ein Bild, ob ihr dem zustimmt. Oder nicht.


me-Too ist She-Too

Ende mit der einseitigen Schuldzuweisung gegen Männer: Dies ist der Kern eines Beitrags von

Dr. Alexander Stevens. Er ist  spezialisierter Anwalt für Sexualstrafrecht. Dieser Gastkommentar wurde im Magazin Stern am 22. August 2018 veröffentlicht, ist online zu finden.

 

 

Wer nicht für #MeToo ist, könnte selbst MeToo-Täter sein: Mit diesem Verdacht wurden der MeToo-Bewegung kritisch gegenüberstehende Stimmen seit jeher zum Schweigen verdammt. 

So kam es, dass der eines MeToo-Übergriffs öffentlich Bezichtigte alles verliert: Job, Familie, Ruf sowieso. Und das, noch ehe irgendwelche behördlichen Ermittlungen angestellt werden oder gar ein rechtskräftiges Gerichtsurteil die Vorwürfe verifiziert.

Jüngstes Beispiel: Der am vergangenen Wochenende angelaufene Film "Billionaire Boys Club" mit Kevin Spacey, der am ersten Tag gerade einmal 126 Dollar in den USA einspielte - bei Produktionskosten von rund 15 Millionen Dollar.

Anders als der Regisseur Ridley Scott oder der Streaming-Dienst Netflix, die schon ob der bloßen (unbestätigten) Vorwürfe gegen jedwede Zusammenarbeit mit ihm beendeten, hielten die Macher von "Billionaire Boys Club" an dem Projekt mit Spacey fest. "Wir hoffen, dass die erschreckenden Anschuldigungen, die sich auf das Verhalten einer Person beziehen, nicht den gesamten Film beschmutzen", hieß es seitens des Filmverleihs kurz vor Veröffentlichung.

 

Dass Kevin Spacey bis heute die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vehement bestreitet, ja noch nicht einmal eine Anklage erhoben ist, interessiert niemanden. Zwar steht es Aussage gegen Aussage, doch davon hält die #MeToo-Bewegung ebenso wenig wie von der Unschuldsvermutung. Es gilt: Wer behauptet, Opfer von #MeToo zu sein, ist auch Opfer von #MeToo. Wieso sollte denn jemand sonst solche Anschuldigungen erheben? 

Die Frage, warum fast alle #Metoo-Opfer erst Jahre, sogar Jahrzehnte später auspacken, ist ebenso unerwünscht, wie der Hinweis darauf, dass autobiografische Erinnerungen bei der Übertragung vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis erwiesenermaßen neu zusammengesetzt, geschönt und ergänzt werden. Auch Phänomene wie Pseudoerinnerungen, Beeinflussung, psychische Erkrankung und Autosuggestion können Ursache für Erlebnisschilderungen sein, die nicht der Wirklichkeit entsprechen - bewusste Falschaussagen aus Motiven wie Rache, Eifersucht, Selbstschutz oder der Wunsch, sich schlicht mal wieder in der Öffentlichkeit positionieren, gänzlich ausgeklammert.

 

Was #MeToo genau ist und welche Verhaltensweisen überhaupt unter #MeToo fallen, interessiert auch nicht weiter. "Sexueller Übergriff" heißt es bei Wikipedia. Aber auch das ist ein weit auslegungsfähiger Begriff, wie ein weiterer Akteur der Hollywood-Familie schmerzlich bestätigen wird: Denn als zu einer Journalistin gesagt haben soll, "Das Vergnügen war ganz meinerseits. Sehen Sie sich an" und "Stehen Sie auf ältere Männer?", wurden erste Werbeverträge aufgekündigt und breit spekuliert, ob man dem "Sextäter" Morgan Freeman seine zahlreichen Auszeichnungen aberkennen soll. 

Seither wird auch Freeman in der fortwährend länger werdenden Liste aller prominenten , die sich #MeToo schuldig gemacht haben, öffentlich auf Wikipedia geführt.

In Schweden wäre das Freeman zwar nicht passiert, dort hat man seit Kurzem nämlich ein neues Gesetz: "Ja heißt Ja". Vor jeder einzelnen sexuellen Handlung muss ausdrücklich zugestimmt werden:
"Darf ich Deinen Oberschenkel berühren?" "Ja".
"Darf ich meinen Penis in Dich einführen?" "Ja".
Dann ist aber der Satz "Stehst Du auf ältere Männer?" eigentlich völlig ok. Lautet die Antwort "Nein" weiß man woran man ist, bei "Ja" auch.

 

Aber Freeman lebt nicht in Schweden. Und außerdem soll der Satz nach Auffassung von selbsterklärten Belästigungsexpert*innen trotzdem sexuell belästigend - also #MeToo - sein. Zwar hat Freeman niemanden angefasst oder sexuell missbraucht. Auch hat er - anders als die Vorwürfe gegen - niemanden vergewaltigt. Und was jemand als sexuell oder als belästigend fühlt, ist schließlich rein subjektiv. 

Solche rabulistischen Spitzfindigkeiten können beim jüngsten #MeToo-Fall ohnehin dahinstehen. Denn laut Vorwurf soll die italienische Schauspielerin (und zugleich Hauptbeschuldigerin von Harvey Weinstein) Asia Argento dem 20 Jahre jüngeren Kollegen Jimmy Bennett gegenüber sexuell übergriffig geworden sein.


"Die Revolution frisst ihre Kinder", schrie einst Pierre Vergniaud, einer der Initiatoren der französischen Revolution, eh man auch ihm den Kopf auf dem Schafott abschlug.

Den neuesten MeToo-Skandal rund um Schauspielerin Asia Argento kann man aber durchaus moderner umschreiben: #SheToo.

 

 

 

FrauenWahlrecht

Bitte die ganze Geschichte erzählen - nicht nur aus Frauensicht. Dafür wirbt ein Beitrag von Gerd Riedmeier. Er ist Sprecher  der Interessengemeinschaft Jungen Männer Väter (IG JVM) und Vorsitzender Forum Soziale Inklusion. Hier die Pressemitteilung zum Thema mit dem Titel:  Frauen und auch Männer erhielten 1918 das allgemeine Wahlrecht.

 

 

„Gratulation: Frauen haben in Deutschland seit 100 Jahren das aktive und passive Wahlrecht  – wie auch Männer“ formuliert die Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV). Sprecher Gerd Riedmeier weist darauf hin, dass bis 1918 in großen Teilen Deutschlands (Preußen) galt: Das Recht zu wählen war nicht vordringlich abhängig vom Geschlecht. Vielmehr war das Wahlrecht an Kriterien ausgerichtet wie Standeszugehörigkeit, Besitz und Steuerleistung.

 

Auch in Bayern besaßen noch im 19. Jahrhundert nur 1,2 % der Bevölkerung das aktive Wahlrecht; lediglich 0,7 % der Bevölkerung konnten überhaupt gewählt werden. Hauptkriterium war dabei die Zugehörigkeit zu den Ständen Adel, Klerus, Großgrundbesitz. Diese schickten ihre - männlichen - Vertreter zu den Urnen.

 

Das allgemeine und gleiche Wahlrecht erreichten Männer und Frauen in Deutschland in der Folge der Revolutionen im Jahr 1918 und der Gründung der Weimarer Republik. Ein Grund zum Feiern, meint die IG-JMV und wundert sich über den heute erlebbaren ausschließlichen Fokus auf das Wahlrecht für Frauen. Diesen Ansatz hält die IG-JMV für überzogen und als der geschichtlichen Entwicklung nicht angemessen.

 

Die IG-JMV begrüßt die Tatsache, Frauen können heute die gleiche Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben ausüben wie Männer. „Sie müssen es jedoch auch tun“, meint Riedmeier. Niemand hindere sie an der politischen Teilhabe und verweist auf ein Phänomen: Frauen wählten mehrheitlich Männer in die politische Verantwortung.

 

Kritisch sieht die IG-JMV die Tatsache, dass es heute Männer sind, denen in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen die Teilhabe verweigert wird. So verwehrt das Bundesgleichstellungsgesetz (BGlG), neu gefasst unter Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD), Männern in allen Bundesbehörden das aktive und das passive Wahlrecht. Männer werden ausgeschlossen. „100 Jahre Frauenwahlrecht und dann so ein Gesetz?“ fragt die IG-JMV.

 

Die einseitige Entwicklung mit nahezu ausschließlichem Fokus auf dem weiblichen Geschlecht setzt sich fort: Männer- und Väterverbände werden von der Politik vom Diskurs praktisch ausgeschlossen. Der vorwiegend weiblich dominierte Familienausschuss des Bundestages verwehrt ihnen den Vortrag. Der Dt. Frauenrat erhält unbegrenzt Rederecht. Die Vorsitzende des Ausschusses Sabine Zimmermann (Die Linke) begründet die Diskursverweigerung mit dem Argument, der Frauenrat „vertrete bereits die Vielfalt im Diskurs“.

 

Die IG-JMV weist darauf hin, das Wahlrecht für Frauen wurde vorwiegend von Männern erkämpft: von Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten. Viele dieser Männer ließen dabei ihr Leben, so in den Kämpfen um die Gründung der Räterepubliken in Deutschland 1918 und 1919.

 

Andere Länder führten das Wahlrecht für Frauen deutlich später ein als Deutschland. In der Schweiz war das Wahlrecht bis 1971 an Pflichten gekoppelt – an die Pflicht zur Landesverteidigung. Im Zuge der Wahlrechtsreform erhielten die Frauen das neue Recht ohne jedoch die Pflicht übernehmen zu müssen.

 

Die IG-JMV plädiert für einen sachlicheren und differenzierteren Umgang mit dem Thema. 100 Jahre allgemeines Wahlrecht für Frauen und Männer ist ein Grund zum Feiern. Gleichzeitig muss die zunehmend erfahrbare Diskriminierung von Männern in der deutschen Geschlechterpolitik thematisiert werden. Die IG-JMV fordert in Bezug auf das BGlG gleiche Rechte für Frauen und Männer ein.

 

 

 

Männer im Nachteil

Wie Männer diskriminiert werden - unter diesem Stichwort hat der Spiegel im Herbst 2017 einen Artikel über die staatlich gewollte Not vieler Väter geschrieben.

 

Er beginnt folgendermaßen: 

 

Geht es um Geschlechterdiskriminierung, gelten Männer meist als die Täter. Doch vor allem Väter können auch zu Opfern werden. Sie müssen Unterhalt zahlen, werden aber als Elternteil oft nicht ernst genug genommen.

 

...

 

Da der Text sehr lang ist, hier der Link:

Väter in Not